Lamm und Schaf bilden die kleinste und zugleich importabhängigste Kategorie des Schweizer Fleischmarkts. Nur noch 37,9 Prozent stammen aus dem Inland. Drei Fünftel kommen aus Übersee und aus Europa.
Herkunft des Angebots 2025
Anteile am Gesamtangebot von 9’368 Tonnen
Der Markt in Zahlen
Mit 1,02 Kilogramm pro Person bleibt Schaffleisch eine Nische. Die Nachfrage wuchs um 5,1 Prozent, während die Inlandproduktion um 4,6 Prozent sank. Der Inlandanteil fiel innert eines Jahres um fast vier Prozentpunkte.
Pro-Kopf-Angebot 2025 im Vergleich
Kilogramm pro Person und Jahr
Der Lammpreis lag im Mittel bei 15.45 Franken pro Kilogramm Schlachtgewicht nach 14.68 Franken im Vorjahr.
Produzentenpreise
Lammpreis in Franken pro Kilogramm Schlachtgewicht
Einordnung
Die Branchenstatistik weist ein Pro-Kopf-Angebot aus, nicht den Konsum. Der effektiv verzehrte Anteil liegt deutlich tiefer.
Beliebtheit und Kaufverhalten
Die wichtigsten Lieferländer sind Neuseeland, Grossbritannien, Australien und Irland. Der Konsum ist stark saisonal geprägt, mit sprunghafter Nachfragesteigerung rund um Ostern.
Marktentwicklung und Ausblick
Schafhaltung pflegt die Kulturlandschaft
Die Schafhaltung nutzt Steillagen und Alpweiden für die Kulturlandschaftspflege. Zunehmende Anforderungen bei Herdenschutz und Tiergesundheit belasten die Betriebe.
Ein Inlandanteil unter 40 Prozent bedeutet, dass die Schweiz beim Lamm faktisch zum Importland geworden ist.
Quelle: Proviande, Branchenstatistik 2025.