Faktenblatt Lamm und Schaf: Der Schweizer Markt in Zahlen

Lamm und Schaf bilden die kleinste und zugleich importabhängigste Kategorie des Schweizer Fleischmarkts. Nur noch 37,9 Prozent stammen aus dem Inland. Drei Fünftel kommen aus Übersee und aus Europa.

Weidende Schafe auf einer Wiese oberhalb des Untersees
Weidende Schafe oberhalb des Untersees. Bild: JoachimKohler-HB, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.
Inlandproduktion
3’550 t
−4,6 %
gegenüber Vorjahr
Importe
5’824 t
+12,1 %
gegenüber Vorjahr
Gesamtangebot
9’368 t
+5,1 %
gegenüber Vorjahr
Pro-Kopf-Angebot
1,02 kg
+4,1 %
gegenüber Vorjahr
Inlandanteil
37,9 %
41,7 %
im Vorjahr

Herkunft des Angebots 2025

Anteile am Gesamtangebot von 9’368 Tonnen

Inland 37,9 % Import 62,1 %

Der Markt in Zahlen

Mit 1,02 Kilogramm pro Person bleibt Schaffleisch eine Nische. Die Nachfrage wuchs um 5,1 Prozent, während die Inlandproduktion um 4,6 Prozent sank. Der Inlandanteil fiel innert eines Jahres um fast vier Prozentpunkte.

Pro-Kopf-Angebot 2025 im Vergleich

Kilogramm pro Person und Jahr

Schwein
19,37 kg
Geflügel
16,54 kg
Rind
11,55 kg
Kalb
1,93 kg
Lamm/Schaf
1,02 kg

Der Lammpreis lag im Mittel bei 15.45 Franken pro Kilogramm Schlachtgewicht nach 14.68 Franken im Vorjahr.

Produzentenpreise

Lammpreis in Franken pro Kilogramm Schlachtgewicht

14.68
15.45
2024
2025
Anstieg um 77 Rappen oder 5,2 Prozent innert Jahresfrist.

Einordnung

Die Branchenstatistik weist ein Pro-Kopf-Angebot aus, nicht den Konsum. Der effektiv verzehrte Anteil liegt deutlich tiefer.

Beliebtheit und Kaufverhalten

Die wichtigsten Lieferländer sind Neuseeland, Grossbritannien, Australien und Irland. Der Konsum ist stark saisonal geprägt, mit sprunghafter Nachfragesteigerung rund um Ostern.

Marktentwicklung und Ausblick

Schafhaltung pflegt die Kulturlandschaft

Die Schafhaltung nutzt Steillagen und Alpweiden für die Kulturlandschaftspflege. Zunehmende Anforderungen bei Herdenschutz und Tiergesundheit belasten die Betriebe.

Ein Inlandanteil unter 40 Prozent bedeutet, dass die Schweiz beim Lamm faktisch zum Importland geworden ist.

Quelle: Proviande, Branchenstatistik 2025.