Pouletfleisch Metzgerei
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Gefragtes Pouletfleisch: Importe legen kräftig zu

Die Schweizer Geflügelbranche hat 2025 mehr produziert als je zuvor. Trotzdem ist der Inlandanteil am Konsum gesunken. Das zeigt ein zentrales Spannungsfeld im Markt. Die Nachfrage nach Pouletfleisch wächst, aber die zusätzliche Menge kommt zunehmend aus dem Ausland.

Die Schweizer Geflügelproduzenten melden für das vergangene Jahr eine Produktion von 121’562 Tonnen Schlachtgewicht, das sind zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Der Selbstversorgungsgrad lag bei 61,9 Prozent, bei einer gesamten Marktmenge von 196’282 Tonnen. Gleichzeitig sank der Inlandanteil gemessen am Gesamtkonsum, während die Importe um 10,8 Prozent zulegten. Gemäss dem Bericht in der BauernZeitung wächst der Markt also weiter, aber die Schweizer Produktion kann mit diesem Tempo nicht vollständig Schritt halten.

Pouletfleisch bei Schweizer Konsumenten gefragt

Konsumentinnen und Konsumenten greifen weiterhin gerne zu Poulet. Die Zahlungsbereitschaft für Schweizer Fleisch ist laut der Branchenorganisation Proviande vorhanden, doch das allein genügt nicht, wenn neue Produktionskapazitäten fehlen. Aus Sicht der Branche braucht es zusätzliche Flächen und neue Betriebe. Gerade dort liegt jedoch ein Engpass, weil Bauvorhaben immer wieder blockiert oder verzögert werden.

Im Schweizer Geflügelmarkt dominieren weiterhin die grossen Gruppen von Migros mit Micarna und Coop mit Bell. Zusammen kommen sie laut Branchenangaben auf mehr als 73 Prozent Marktanteil. Das zeigt, wie stark der Markt konzentriert ist und wie wichtig stabile Rahmenbedingungen für die gesamte Wertschöpfungskette bleiben, vom Produzenten bis zum Detailhandel.

Für regionale Produktion sind Bauvorhaben zu deblockieren

Wer in der Schweiz mehr Geflügelfleisch essen will, muss auch akzeptieren, dass dieses Fleisch irgendwo produziert werden muss. Der Ruf nach regionalem Fleisch und gleichzeitig der Widerstand gegen neue Ställe und Produktionsbetriebe passt nicht zusammen. Wenn der Konsum steigt, aber der Ausbau in der Schweiz stockt, profitieren am Ende ausländische Anbieter. Das schwächt den Inlandanteil, obwohl Schweizer Produzenten in den vergangenen Jahren ihre Effizienz verbessert und den Antibiotikaeinsatz reduziert haben, wie die Branche betont.


Massnamen gegen Vogelgrippe aufgehoben

Hinzu kommt die Vogelgrippe, die bisehr Wachsamkeit verlangte. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen hob die Präventionsmassnahmen gegen Vogelgrippe per 1. April 2026 auf, weil seit Mitte Februar in der Schweiz keine Fälle bei Wildvögeln mehr festgestellt wurden und der Vogelzug weitgehend abgeschlossen ist. Gleichzeitig bleibt die Lage in Europa angespannt. Bei der Newcastle Krankheit wurden in den letzten Wochen unter anderem Fälle in Spanien, Deutschland, Polen und Litauen gemeldet. Die Schweiz gilt laut BLV weiterhin als frei von der Seuche, ohne Impfung.

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